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Die Überfischung bedroht unsere Meere 

Die Überfischung bedroht unsere Meere

Bis nichts mehr da ist – Die Überfischung bedroht unsere Meere 

In vergangenen Ausgaben wurde bereits im Zuge des Projektes Bring- Bag über die Verschmutzung der Weltmeere durch eine bedrohliche Menge Plastikabfall berichtet. Doch das ist nicht das einzige Problem, das sich in den Ozeanen abspielt. Ein weiteres und ebenso drastisches Thema ist die Überfischung! Die Meeresbewohner haben es in vielerlei Hinsicht schwer. 

Bei der Fischerei ist ein Stichwort nicht zu ignorieren – die Nachhaltigkeit. Wie wahrscheinlich in allen Bereichen, in denen es um den Zugriff auf natürliche Ressourcen geht, ist ein bewusster und auf die Zukunft bedachter Umgang das A und O. Leider wird dies bei dem angesprochenen Aspekt häufig außer Acht gelassen. In den meisten Regionen werden den Meeren mehr Bewohner entnommen, als nachwachsen können. Skrupellose Konzerne achten weder auf Fangquoten, Schonzeiten, Naturschutzgebiete noch auf den Artenschutz. Die von ihnen verwendeten Netze fangen alles, was ihnen in die Quere kommt – tonnenweise. Was den Fischern dabei nicht durch die Maschen geht, landet an Bord der großen Trawler und Kutter, verendet und wird tot wieder in die See geworfen oder als Beifang gleich mitverarbeitet. 

An dieser Stelle schließt sich der Kreis zur Bring-Bag. Denn sie unterstützt mit 25 Cent je verkaufter Tasche das Projekt „Geisternetze in der Ostsee“ des World Wide Fund For Nature (WWF). Dieses Projekt spürt eben diese Netzreste ignoranter Fischereien auf und entsorgt sie fachgerecht, um das Leben von Fisch, Krebs, Schildkröte und Co. zu retten. Laut Angaben des WWF ist der Wert der Überfischung in Europa mit 47 Prozent klassifiziert und daher besonders erschreckend. Zwar sind die Quoten, an die sich ein jeder Berufsfischer zu halten hat, durch die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) festgesetzt. Leider setzen die Verantwortlichen die Fangzahlen weit über den wissenschaftlichen Empfehlungen an. Dadurch wird die gefangene Menge reguliert, ist legal, aber noch lange nicht nachhaltig. So kommt im Endeffekt das Gleichgewicht ins Schwanken. Man spricht vom „Fishing down the food web“ (bezeichnet ein Abfischen des Nahrungsnetzes von groß nach klein). Immer kleinere Fisch- arten werden zum Ziel, die wiederum Nahrungsgrundlage für andere Meerestiere sind. 

Es gibt allerdings bestimmte Zertifikate, die einen nach- haltigen Fang garantieren und auch die spätere Logistik und alle Bereiche der Produktion überwachen. Generell gilt: Je mehr Menschen auf eben diese Waren zurückgreifen, desto intensiver wird die Fischerei in eine aussichtsreiche Richtung gelenkt. So können Kunden ihren Teil zum Schutz der maritimen Ressourcen beitragen. Beispielsweise stammen Produkte, die das MSC-Siegel der gemeinnützigen Organisation „Marine Stewardship Council“ tragen, aus zertifizierter, nachhaltiger Fischerei und sind mit gutem Gewissen zu genießen. Auch die „Safe“-Zertifizierung verleiht die nötige Sicherheit, um bedenkenlos zugreifen zu können. Kunden sollten daher bei ihrem Einkauf besonders auf diese Zeichen achten und können damit unterstützend gegen die Überfischung in den Weltmeeren mitwirken.