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Eine Gefahr für die Natur – Kein Leben ohne die fleißigen Bienen?! 

Die Bienen sind für die Nahrung der Weltbevölkerung von unschätzbarem Wert. Ein Drittel aller Lebensmittel hängt indirekt vom Bestehen und der Tätigkeit der fleißigen Helfer ab, denn die Bestäubung sichert den Fortbestand vieler Pflanzenarten, wie beispielsweise  Kirschen, Wassermelonen oder Brombeeren. 

Jeder kennt wahrscheinlich die Geschichte vom Bienchen und Blümchen. Diese harmlose Darstellung der Fortpflanzung ist im Grunde sehr viel wichtiger, als man es auf den ersten Blick vermutet. Denn ohne die Arbeit der Tiere kann es in unserer Natur zu einem großen Ungleichgewicht kommen. Daher ist es von einigem Belang, dass wir uns bewusst werden, wie wir die Bienen schützen können. Es ist leider ein Fakt, dass seit einigen Jahren ein fortschreitendes Bienen- sterben zu registrieren ist. 

Der großflächige Einsatz von Pestiziden und Fungiziden führt vermehrt zu dem Verenden ganzer Schwärme und Völker überall auf der Welt. 

2006 starben in kürzester Zeit Milliarden Bienen in den USA. Die zur Klärung beauftragten Behörden benannten dieses Phänomen das Colony Collapse Disorder (CCD „Völker-Kollaps“). Es hat allerdings die Aufmerksamkeit für das Problem geschärft, zu Demonstrationen geführt und nach Lösungsansätzen verlangt. Auch in Deutschland konnte 2008 mit Aufkommen eines neuen Pestizids ein Massensterben beobachtet werden. Hier hat diese Auswirkung immerhin zu dem kurzzeitigen Verbot des Pflanzenschutzmittels geführt, das eigentlich nur Schädlinge und nicht auch Nützlinge ausschalten sollte. 2013 erreichten Imker- und Umweltschutzverbände immerhin eine Sperrung dreier gefährlicher Insektenschutzmittel für zwei Jahre. So erschreckend und traurig der Tod dieser Frühlingsboten ist, so haben die Vorfälle in den USA und auch in Deutschland zu einem Umdenken geführt. 

Wieso ist es so wichtig, dafür zu sorgen, dass die Bienen geschützt werden?

Die schwarz-gelben Arbeiter fliegen stetig von einer Blüte zur nächsten und nehmen dabei Pollen auf. Diese wiederum werden an den folgenden Blumen abgestreift und sorgen so für die Bestäubung. Auf die Weise vermehrt sich eine Vielzahl von Gewächsen in unserem Ökosystem. So gehen beispielsweise 70 

Prozent der Anteile des pflanzlich produzierten Vitamin A, das Menschen aufnehmen, auf insektenbestäubte Nutzpflanzen zurück. Bei Vitamin C und Beta-Carotin liegt der Anteil mit 90 Prozent sogar noch höher. Viele der beliebten Obstsorten, allen voran die Zitrusfrüchte, sind auf die Biene angewiesen. Das bedeutet: Stirbt die Biene, pflanzt sich die Frucht nicht fort, der Bestand der Frucht sinkt und am Ende natürlich auch die große Vielfalt, die sich in den Märkten findet. 

Was kann ICH gegen das Sterben ausrichten?

In Bezug auf den Einsatz von Pestiziden oder auch Fungiziden müssen Landwirtschaft und Naturschutzbehörden einen Konsens finden, der alle zufriedenstellt. Das wird nicht einfach sein. Aber es gibt doch einige umweltfreundlichere Alter- nativen als die Chemiekeule für die Nahrungsmittelerzeugung, um das Überleben der Bienen langfristig zu sichern und damit auch unsere Nahrungsvielfalt zu erhalten. Viele Landwirte zahlen mittlerweile an die Imker für die Bestäubung durch ihre Bienen. Doch auch das bedeutet Dauer- stress für die Tiere. Unterstützend hilft es Wildpflanzen am Feldrand zu belassen oder in den Städten nektarreiche Blumen auf den Balkonen anzusiedeln, um die Bienenvölker zu stärken. 

Eine biologische Vielfalt im Bereich der Blütenpflanzen ist für die geflügelten Summer ein Muss. Auch der Griff zu biologisch produziertem Honig ist eine gute Wahl. Diese Produzenten sorgen zertifiziert dafür, dass ihre kleinen Arbeiter in gesunde Felder und Wälder fliegen. Immerhin verzehrt jeder Deutsche eineinhalb Kilo des Honigs im Jahr. Das ist Weltspitze. 

Man sollte im Nachhinein aber darauf achten, die Gläser sorgfältig auszuspülen, denn die Honigreste auf weggeworfenen Verpackungen zieht die Biene zum einen wieder an, bildet aber zum anderen auch giftige Pilze, die sich in der Folge im ganzen Schwarm verbreiten und zum Tode führen. Kleine Bienenhotels, die man ganz einfach basteln und in seiner Umgebung aufstellen kann, sind ebenfalls ein großer Schutz für Wildbienen, von denen die Hälfte der 500 Arten auf der roten Liste stehen. Wir haben es also in der Hand.