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Laternen Meyers Neumünster

Warum laufen wir Laterne?

"Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne!", schallt es am kommenden Freitag wieder durch Neumünster. Mit unserem Laternenlauf starten wir um 19:30 Uhr bei uns in der Goethestraße und enden ca. 20:45 Uhr beim SC Gut Heil in der Schillerstraße. Dick eingemummelt laufen dann kleine Kinder und Erwachsene durch unsere Straßen. Voller Stolz tragen sie ihre selbstgemachten Laternen vor sich her. Teilweise schon einige Wochen vorher haben sie sie im Kindergarten gebastelt und Lieder geübt.

Doch woher kommt eigentlich das Laterne laufen?

Traditionell feiern viele Christen am 11.November mit Laternenumzügen den Martinstag. Sankt Martin galt als Schutzpatron der Armen. Er war schon zu Lebzeiten sehr beliebt und galt als wohltätig. Als Martin nach einer guten Tat Jesus im Traum erschien und die Tat als Sinnbild der Nächstenliebe lobte, wurde Martin später vom Bischof von Tours nach seinem Ableben heiliggesprochen.

Am 11. November wurde Martin beigesetzt. Zu solchen Gelegenheiten veranstalteten die Gläubigen früher häufig eine Lichterprozession – ein möglicher Ursprung der heutigen Laternenumzüge.

Ein weiterer Grund könnte gewesen sein: Anfang November war früher die Feldarbeit beendet und die Winterzeit begann. Den jährlichen Zins bezahlten viele Landwirte mit Tieren und Nahrungsmitteln. Die Vorratskammern der Gutsherren waren somit prall gefüllt und die Kinder zogen singend von Haus zu Haus und erhielten von ihnen Leckereien. Um den Weg zu finden benutzten sie oft Lichter oder Laternen, die sie an den Feuern auf den leeren Feldern entfacht hatten.

Sich die Geschichte des heiligen Martins zu erzählen und an Nächstenliebe und Wohltätigkeit zu erinnern ist aber die wichtigste Tradition.